Die Voraussetzung für einen Sturmschaden: Windstärke 8

Ein Sturmschaden entsteht in Folge eines Sturms – das ist klar. Damit ein Schaden aber für eine Versicherung als Sturmschaden zählt, muss er eine Windstärke von 62 km/h (Windstärke 8) haben. Achte darauf, dass du den Sturmschaden ausführlich mit Fotos dokumentierst und so schnell wie möglich deiner Versicherung meldest. Folgende Versicherungen helfen dir bei unterschiedlichen Sturmschäden.

Bei einem Sturm hilft dir Versicherung, denn Versicherung zahlt nicht nur für Schäden am Wohngebäude, sondern auch für Schäden am Auto oder am Hausrat.

Sturmschaden: Welche Versicherung für welchen Schaden?

Schäden am Haus sind über die Wohngebäudeversicherung abgesichert

Eine Wohngebäudeversicherung ist ein Muss für jeden Hausbesitzer. Sie schützt dein Haus nämlich unter anderem vor Sturmschäden. Sie versichert das Gebäude selbst, aber auch Nebengebäude oder Garagen. Hast du das gewusst? Das sogenannte Gebäudezubehör ist über eine Wohngebäudeversicherung ebenfalls abgesichert. Zu diesem gehört beispielsweise dein Briefkasten oder Antennen auf dem Dach. Um vor Sturmschäden geschützt zu sein, brauchst du keine Elementarversicherung – diese hilft allerdings bei Überschwemmungen oder Rückstau, die die Folge eines Sturms sein können.

Wenn dein Auto oder anderes Fahrzeug vom Sturm beschädigt wird

Damit dein Auto vor Schäden eines Sturms ab Windstärke 8 geschützt ist, reicht eine Teilkaskoversicherung aus. Sie kommt für Schäden an deinem Auto auf, die ein umgefallener Baum, abgebrochene Äste oder Ziegelsteine verursachen können. Willst du auch bei Sturmschäden infolge von Windstärken unter 8 geschützt sein, ist eine Vollkaskoversicherung die richtige Wahl.

Ein Fall für die Hausratversicherung: Sturmschaden an deinem Hausrat

Im Haus ist man vor einem Sturm normalerweise sicher. Wenn dein Dach allerdings beschädigt ist, kann auch dein Hausrat Schaden nehmen – ein Sturmschaden für deine Hausratversicherung entsteht. Läuft dein Keller in Folge eines Sturms mit Wasser voll, ist die Hausratversicherung nur dann zuständig, wenn du Elementarschäden mitversichert hast. Ein Baustein ist nicht nur bei Sturmschäden besonders wichtig: Achte darauf, dass dein Vertrag „Grobe Fahrlässigkeit“ mitversichert, damit auch Schäden mitversichert sind, die du durch offengelassene Fenster oder ähnliches begünstigt hast.

Das bedeutet für die Haftpflicht ein Sturmschaden

Wie wichtig Haftpflichtversicherungen sind, kann man nicht oft genug sagen. Sie helfen dir, wenn du oder dein Eigentum Schäden an einer dritten Person mitverschuldest. Für Hausbesitzer, die ihr ihr Haus selbst bewohnen reicht für solche Fälle die Privathaftpflichtversicherung. Vermietest du ein Haus benötigst du dafür eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Fliegt beispielsweise ein Ziegelstein von deinem Dach, weil du es nicht angemessen gewartet hast, entsteht ein Haftpflichtschaden. Ob ein Fall letztendlich von deiner Haftpflichtversicherung oder beispielsweise der Wohngebäudeversicherung des Geschädigten übernommen wird, ist fallabhängig und lässt sich nicht verallgemeinert sagen.

Beispiele für einen Sturmschaden: Welche Versicherung für welchen Schaden?

VersicherungBeispiel
Wohngebäudeversicherung
  • Ein Teil deines Daches wird von einem Wind mit Stärke 8 oder höher abgedeckt.
Teilkaskoversicherung
  • Ein Ast bricht von einem Baum ab und fällt auf dein am Straßenrand parkendes Auto
  • Durch den Wind werden Gegenstände herumgeweht, die Dellen an deinem Auto verursachen
Hausratversicherung
  • Ein Baum wird vom Wind entwurzelt und stürzt dabei auf dein Haus, wodurch auch dein Inventar beschädigt wird
  • Der Sturm bringt so viel Regen, dass dein Hobbykeller überflutet wird (Elementarversicherung)
Haftpflichtversicherung
  • Du hast die Sicherung deines Balkons nicht ernst genommen und Eigentum deines Nachbarn durch heruntergewehte Gegenstände beschädigt.