In der Versicherungssprache geht es im Zusammenhang mit Schäden häufig um Wert. Abhängig von der Versicherungsart ersetzt die Versicherung den Neuwert oder den Zeitwert einer Sache. In diesem Artikel erfährst du, was die verschiedenen Definitionen von Wert mit der Höhe einer Leistung zu tun haben.

Der Neuwert kann unter oder über dem Anschaffungspreis liegen

Der Neuwert einer Sache beschreibt den Preis der Wiederbeschaffung einer Sache in neuem Zustand. Wenn es den Gegenstand nicht mehr zu kaufen gibt, beispielsweise, weil er technisch veraltet ist, wird der Neuwert über einen Gegenstand mit vergleichbaren Eigenschaften ermittelt.

Zu den Versicherungen, die den Neuwert ersetzen, zählt beispielsweise die Hausratversicherung. Die Summe, die du beim Verlust von technischen Geräten erstattet bekommst, kann aber dennoch stark vom Anschaffungspreis abweichen. Aufgrund der rasanten Weiterentwicklung vieler technischer Geräte, sind vergleichbare Geräte heute deutlich günstiger, weshalb die Zahlung bei solchen oft unter dem Anschaffungspreis liegt. Bei Antiquitäten ist das meist anders. Da ihr Wert mit der Zeit steigt, liegen die Zahlungen für den Verlust oft über dem ursprünglichen Anschaffungspreis.

Sachverständige sind bei der Bewertung des Neuwerts behilflich. Eine gute Hausratversicherung deckt die Konsultierung eines Sachverständigens tariflich ab.

Der Zeitwert sinkt im Laufe der Zeit

Durch die Nutzung einer Sache reduziert sich ihr Wert. Dies wird bei der Ermittlung des Zeitwertes berücksichtigt. Er beschreibt den Wert einer Sache zum Zeitpunkt des Schadens. Die Zahlung der Versicherung ermöglicht einen gleichwertigen Ersatz der Sache. Die Versicherung muss zur Berechnung des Zeitwertes demnach sowohl den Neuwert, als auch den Wertverlust einer Sache kennen.

Haftpflichtversicherung erstatten, anders als die Hausratversicherungen nicht den Neuwert, sondern den Zeitwert.